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Sicherheit

Das europäische Parlament beschreibt beim Inverkehrbringen im europäischen Wirtschaftsraum, sowie in der Schweiz und der Türkei allgemeine Schutzziele, die in der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG festgelegt sind. Darin heisst es:

„Starre oder elastische Leitungen, die Fluide – insbesondere unter hohem Druck – führen, müssen den vorgesehenen inneren und äusseren Belastungen standhalten; sie müssen sicher befestigt und/oder geschützt sein, so dass ein Bruch kein Risiko darstellt.“

 

Gemäss der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) ereignen sich jährlich ca. 250‘000 anerkannte Berufsunfälle in der Schweiz (Stand 2017). Die häufigste Unfallursache ist das „Ausgleiten“ (26.9%), dicht gefolgt von „getroffen werden“ (26,2%). Auslaufendes Hydrauliköl und auspeitschende Schlauchleitungen fallen ebenfalls in diese Rubrik.

Quelle: Unfallstatistik UVG 2016

Beim Arbeiten in unmittelbarer Nähe von Hydraulikleitungen ist Vorsicht geboten. Hydraulikschläuche weisen eine begrenzte Lebensdauer auf und sollten spätestens nach 6 Jahren ersetzt werden. Der Austausch und die regelmässige Kontrolle auf Abrieb, Risse und Dichtung unter Einhaltung und Dokumentation der Wechselintervalle muss von geschultem Personal vorgenommen werden.

Durch eine vorbeugende Instandhaltung können u.a. folgende Punkte vermieden werden:

  • Ausfall- und Stillstandzeiten
  • Umweltschäden durch Ölverlust
  • Gefährdung von Sach- & Personenschäden
  • Folgeschäden
  • zusätzliche Kosten

Unsachgemäss montierte Armaturen können sich vom Schlauch lösen oder auspeitschen und zu schweren Personen- und Sachschäden führen. Sollten tatsächlich Personen zu Schaden kommen, ist sofortiges Handeln oberstes Gebot! Dabei ist die Zeitspanne zwischen Verletzung und Therapie der wichtigste Faktor für den Behandlungserfolg.

Eine grosse Gefahr für Mensch und Leben stellt das „Auspeitschen“, das Ausreissen oder Platzen des unter Druck stehenden Schlauches dar. Menschen, die in unmittelbarer Nähe von ungesicherten Hydraulikverbindungen arbeiten, können von peitschenden Schläuchen mit voller Wucht getroffen werden. Spezielle Auspeitsch- bzw. Fangsicherungen sind in unserem Sortiment erhältlich und in Europa sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die Verantwortung und Haftung für die Sicherheit liegt jeweils beim Betreiber.

Eine weitere Gefahr stellen sogenannte „pin-holes“ dar: aus winzig kleinen, nadelstichgrossen Löchern tritt Hydraulikflüssigkeit aus. Feine Ölfäden schiessen konzentriert unter hohem Druck aus dem defekten Schlauch. Ein Strahl mit 6,9 bar verfügt bereits über genug Druck, um die menschliche Haut zu durchdringen. Da einige industrielle Maschinen mit über 800 bar arbeiten, dürfen Hydraulikleitungen niemals mit blossen Händen abgetastet werden. Die Hydraulikflüssigkeit dringt mit hohem Druck punktuell unter die Haut ein und verbreitet sich rasch. Diese Strahlen werden auch „Hydraulik-Einschüsse“ genannt und können Menschen schwer verletzen. Einschüsse durch Hydraulikfluide sind ernstzunehmende Notfälle und Schlaganfällen oder Herzinfarkten gleichzusetzen. Unter der Hautoberfläche greifen die Fluide Muskeln und Gewebe an. Dadurch wird der betreffende Körperteil vergiftet und die Blutzirkulation im umliegenden Gewebe unterbunden – bis hin zur Todesfolge.

Ein sofortiger Besuch in einer Unfallklinik bei einem orthopädischen oder plastischen Chirurgen ist dann Pflicht: das verunreinigte Gewebe muss schnellstens entfernt und herausgeschnitten werden, um die Wahrscheinlichkeit einer Lähmung oder Amputation zu minimieren.

Um Verletzungen und Folgeschäden im Falle einer Leckage zu vermeiden, empfehlen wir den Einbau eines dafür konzipierten Spritzschutzes. Diese Ummantelungen schützen vor äusserer Hitzeeinwirkung, Abrieb und unkontrolliertem Ölabfluss und sind in unserem Sortiment verfügbar. Damit die Sicherheit in der unmittelbaren Umgebung von Hydraulikschläuchen gewährleistet ist, fertigen wir mit Joint-Fit® Schlauch- und Armaturensystem die sicherste Verbindung – auf Wunsch auch mit Spritzschutz und Auspeitschsicherung.

Austretendes Öl können Haut und Augen massiv schädigen. Ein weiteres Augenmerk sollte auf das Gewässerschutzgesetz (GSchG) gelegt werden. Es regelt die Reinhaltung der Gewässer und den Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Heiz- und Dieselöl, Hydraulik-, Schmier- und Motorenöl sowie ein Grossteil der Pflanzenschutzmittel sind wassergefährdende Stoffe. Diese können bereits in kleinen Mengen Wasser verunreinigen. Bei Verunreinigung müssen entsprechende Massnahmen ergriffen werden. Grundsätzlich muss das Öl gebunden werden, um ein Versickern in das Grundwasser zu vermeiden. Das Erdreich muss abgetragen und fachgerecht entsorgt werden.

Inhaber von Anlagen sind verpflichtet, alle notwendigen technischen und organisatorischen Massnahmen gemäss dem Stand der Technik zu ergreifen und nach den Umständen gebotene Sorgfalt anzuwenden, um Verunreinigungen der Gewässer zu vermeiden. Sie haften für alle Schäden, welche aus dem Betrieb der Anlagen an Gewässern entstehen.

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